4 Tage Security in Essen


Vier Tage lang Headset auf, volle Konzentration und jede Menge neue Fachbegriffe im Kopf: Vom 22. bis 25. September 2026 war ich auf der Security Messe in Essen als Dolmetscherin im Einsatz, unter anderem bei der Digital Networking Security-Konferenz, dem Security Experts Forum und dem Tag der Banken und Sparkassen.
Die Themen waren so vielfältig wie die Sicherheitsbranche selbst: Cyberangriffe, Penetrationstests, Datenabgriff und Künstliche Intelligenz, der Schutz kritischer Infrastrukturen (KRITIS), aber auch die Sicherung von Schließfachanlagen und Geldautomaten.
Besonders eindrücklich war ein Live-Hacking von Webshops, Apps und auch eines privaten Smartphones vor Ort. Zu hören, dass digitale Geräte angreifbar sind, ist das eine. Live zu sehen, was tatsächlich innerhalb von Minuten möglich ist, macht die Sache plötzlich sehr persönlich – und durchaus nachdenklich.

Auch eine Guided Tour durchs Darknet gehörte zum Programm. Dabei wurde ganz konkret gezeigt, was sich dort finden und erwerben lässt. Ein ziemlich ungewöhnlicher Einblick in eine digitale Welt, die für viele von uns sonst eher abstrakt bleibt.
Bei einer Live-Simulation der Training Base Weeze auf dem Freigelände der Messe wurde wiederum deutlich, wie Notfall- und Sicherheitskonzepte für Einsatzkräfte unter realistischen Bedingungen trainiert und erprobt werden.

Als Dolmetscherin mitten in solchen Veranstaltungen zu sitzen, bedeutet, ständig zwischen Themen und Fachterminologie zu wechseln. Cybersecurity, KI, physische Sicherheit – und das alles möglichst unmittelbar und präzise von einer Sprache in die andere übertragen. Die größte Herausforderung war dabei manchmal gar nicht das Fachvokabular. Es war die Messehalle.
Vorträge, Stand-Gespräche, Sirenen-Demonstrationen, Lautsprecherdurchsagen und Menschenmengen sind trotz Simultankabine akustisch ziemlich anspruchsvoll! Da hilft nur: Konzentration, gute Technik, regelmäßige Pausen – und Kaffee. Zum Glück gab es davon richtig guten in Halle 7.

Nach vier intensiven Messetagen hieß es dann: Headset ab, raus an die frische Luft und Ruhe für die Ohren. Mit nach Hause nehme ich viele neue Einblicke in eine Branche, deren Themen uns alle betreffen – ob beim Schutz unserer Daten, unserer Smartphones oder der Systeme, auf die wir uns im Alltag verlassen.
Danke an meine fantastischen Kolleginnen Christa und Karin von KeyCom Konferenzdolmetschen für den erneuten Auftrag, die Organisation und die tolle Zusammenarbeit in und außerhalb der Kabine!



Kommentare