Tag der Retter 2026

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Am 27. September durfte ich den „Tag der Retter“ in Gelsenkirchen gemeinsam mit Michael Zurhausen in einer Doppelmoderation begleiten.
Ein Tag, an dem sichtbar wurde, wie viele Menschen und Hilfsorganisationen daran beteiligt sind, unsere Gesellschaft im Notfall sicherer zu machen.
Alles, was ein Blaulicht hat, war dabei: Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, THW, DLRG, DRK, Malteser, Kommunaler Ordnungsdienst und viele weitere Engagierte aus dem Katastrophenschutz waren vor Ort.
Natürlich ging es an diesem Tag darum, die verschiedenen Hilfsorganisationen vorzustellen und ihre Aufgaben zu erklären. Aber eigentlich ging es um noch etwas anderes: um die Menschen hinter den Uniformen. Denn Katastrophenschutz ist für viele von uns etwas, über das wir erst nachdenken, wenn etwas passiert. Ein tagelanger Stromausfall. Hochwasser. Ein Großbrand. Eine Unwetterlage. Eine Situation, in der plötzlich nichts mehr so funktioniert, wie wir es gewohnt sind.
Was passiert dann eigentlich? Wie arbeiten Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, THW und die anderen Organisationen miteinander? Und wie funktioniert Warnung, wenn gewohnte Kommunikationswege plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehen?

Wir hatten viele Fragen – und zum Glück gab es viele Menschen, die bereit waren, sie zu beantworten! Ich durfte an diesem Tag viele Gespräche mit unfassbar engagierten und freundlichen Menschen führen. Und dabei habe ich mindestens genauso viel gelernt wie hoffentlich unser Publikum.
Genau das mag ich an meiner Arbeit als Moderatorin: Gute Moderation bedeutet für mich nicht, möglichst viel selbst zu sagen. Im Gegenteil. Sie bedeutet, die richtigen Fragen zu stellen, aufmerksam zuzuhören und den Menschen auf der Bühne den Raum zu geben, ihre Expertise und ihre Erfahrung zu teilen. Gerade bei komplexen Themen ist das entscheidend. Denn Fachwissen allein macht ein Thema noch nicht automatisch verständlich. Und manchmal entsteht dabei aus einer vermeintlich einfachen Frage plötzlich eine ganz persönliche, inspirierende Geschichte. Besonders schön fand ich, dass es beim „Tag der Retter“ nicht nur Gespräche auf der Bühne gab. Die Einsatzfahrzeuge und die Ausrüstung konnten aus nächster Nähe angeschaut werden. Bei verschiedenen Mitmachangeboten konnten Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden. Und vor allem gab es viele Möglichkeiten, direkt mit den Menschen und Ehrenamtlichen aus dem Katastrophenschutz ins Gespräch zu kommen. Und genau das macht komplexe Themen greifbar!

Mit dabei war auch die Gelsenkirchener Oberbürgermeisterin Andrea Henze. Sie teilte ihre Erfahrungen, stellte sich unseren Fragen und gab Einblicke in ihre Perspektive auf den Katastrophenschutz und die Verantwortung einer Kommune. Auch das gehört für mich zu gelungenen Veranstaltungsformaten: einen persönlichen Dialog zu ermöglichen, der über vorbereitete Statements hinausgeht. Und vielleicht ist das sogar eine der schönsten Seiten meines Berufs: Man geht nach einer Veranstaltung nicht nur mit dem Gefühl nach Hause, einen guten Job gemacht zu haben, sondern oft auch mit neuem Wissen und einer ganzen Reihe von Geschichten, die man vorher noch nicht kannte. Der „Tag der Retter“ war für mich genau so ein Tag.
Danke an alle, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben. Ganz besonders an alle, die nicht nur diesem einen Tag, sondern 365 Tage im Jahr für andere da sind.



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