Wie ein Knoten im Taschentuch
- Nadine Hegmanns

- 9. Apr.
- 1 Min. Lesezeit

Mit den Moderationskarten verhält es sich ähnlich wie mit dem Konsekutiv-Block beim Dolmetschen. Sie enthalten wichtige Stichpunkte oder Kürzel, die - wie ein Schnappschuss von der Fotokamera - ganze Erinnerungsketten im Gehirn aufrufen. Wie ein Knoten im Taschentuch! Ich schreibe mir also nicht den ganzen vorher einstudierten Text Wort für Wort auf, sondern wirklich nur das Wesentliche. Das, was ich auf gar keinen Fall vergessen möchte.
Am elegantesten ist es natürlich, wenn man frei moderiert, aber die wichtigsten Dinge notiere ich doch auf kleine Karten oder ins iPad. Vor jeder Moderation schreibe ich mir also im Vorfeld Stichpunkte, Namen, Titel und Programmpunkte ggf. mit Uhrzeit und Ort auf, zu denen ich überleiten möchte, die nächste Pause oder einen Energizer mit dem Publikum.
Das und eine gründliche Vorbereitung und Strukturierung reichen mir, um elegant zu moderieren und spontan auf Geschehnisse reagieren und Last-Minute-Anpassungen machen zu können, ohne mich steif an mein eigenes Skript zu klammern! Zugegeben, das bedarf ein wenig Vertrauen in die eigenen Notizen. Aber lieber schenke ich den Personen um mich herum meine ungeteilte Aufmerksamkeit, als eine auswendig gelernte Moderation herunterzurattern. Und ich glaube, das ist auch dem Publikum lieber…



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