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  • AutorenbildNadine Hegmanns

Dolmetschen in der Dreierkabine


Mein letzter Dolmetscheinsatz führte mich ins beschauliche Baden-Württemberg, wo man ja bekanntlich alles kann außer Hochdeutsch! Glücklicherweise sind wir beim Dolmetschen aber auch darin Experten. Bereits im Studium wurde bei uns peinlichst genau darauf geachtet, nicht nur die Fremdsprache zu perfektionieren, sondern auch Akzente und Dialekte in unserer Muttersprache zu vermeiden. Jede Aufnahme unserer Dolmetschübungen wurde auseinandergenommen, sodass wir nach unserem Abschluss auch unter Druck ein klares, deutliches Hochdeutsch in der Kabine sprechen würden.

Speziell dieser Einsatz führte mich gedanklich zurück ins Studium, denn wir saßen zu dritt in einer Kabine, die keinerlei Privatsphäre oder Rückzugsmöglichkeit erlaubte. Manch einer mag es als stressig empfinden, wenn gleich zwei Sprach- (und Dolmetsch-)Experten jedes Wort der eigenen Verdolmetschung live mitverfolgen (und das ist es mitunter auch). Andererseits ist es auch unglaublich bereichernd, wenn man anschließend konstruktives Feedback (und Lob!) erhält. Das hilft uns, professionell zu dolmetschen, uns zu verbessern und Tipps beim Umgang mit schwierigen Redebeiträgen auszutauschen. Wir alle können immer etwas voneinander lernen, und die gegenseitige Unterstützung ist für mich Gold wert.

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